2. Installations-Server installieren
5. Rechner vom Netz booten und installieren
Auf dem Install-Server soll festgelegt werden, wie Rechnername und IP lauten. Alle weiteren Abfragen, die während der Installation anfallen (Core oder Full OEM, etc.) sollen ebenfalls im voraus beantwortet werden. Nachdem Aufruf vom OK-Prompt des Clients von
|
Mit der Solaris Distribution (10/00) kommen einige CDs mit. Für das Einrichten des Install-Servers werden aber nur zwei CDs benötigt, Solaris 8 Software 1of2 und Solaris 8 Software 2of2. Die CD Solaris 8 Installation wird eingentlich überhaupt nicht benötigt. Sie erzweugt lediglich bei der manuellen Installation von Solaris 8 eine nett aufgepeppelte, grafische Oberfläche.
Prinzipiell kann der Install-Server in drei Teile aufgeteilt werden:
1. Boot-Server
2. Installations-Server
3. Konfigurations-Server
Außerdem kann noch ein weiterer Server hinzugezogen werden, der Applikationen enthält, die nicht mit Solaris 8 installiert werden. Hier werde ich mich erst einmal darauf beschränken, das Betriebssystem zum laufen zu bringen. Ebenso habe ich die Sun Ultra10 so konfiguriert, daß sie Boot-, Installations- und Konfigurations-Server in einem ist. Sollen die Dienste zwischen mehreren Servern aufgeteilt werden, so kann die erforderliche Vorgehensweise von der hier beschriebenen abweichen. Der Name des Servers ist instsrv, der Name des Clients ist temp3.
NIS wird in diesem Beispiel nicht benutzt. Wenn der Server NIS benutzen soll, werden an einigen Stellen andere Vorgehensweisen erforderlich, als hier geschildert.
|
|
|
2. Installations-Server installieren
|
|
Dem aufmerksamen Administrator wird aufgefallen sein, daß Solaris 8 nicht auf eine einzige CD passt. Dies ist nicht ganz richtig, denn für die Core und EndUser Installation ist tatsächlich nur die Solaris 8 Software 1of2 CD erforderlich. Da ich aber davon ausgehe, daß zumindest die Möglichkeit gegeben sein sollte, eine Komplett-Installation zu machen, installiere ich auch die Solaris 8 Software 2of2 CD Daten auf dem Server. Hierzu die besagte CD einlegen und das Skript
|
|
|
/etc/dfs/dfstab |
| Beispiel | |
| Mac-Adresse bzw. Ethernet-Adresse | 8:0:20:b1:1f:5e |
| Zugewiesene IP | 192.168.33.3 |
| Hostname | temp3 |
Mit diesem Spezialwissen erweitern wir die folgenden Dateien:
/etc/ethers |
/etc/hosts |
Nun muß noch in der Datei
/etc/netmasks |
Auf dem Boot-Server muß nun das folgende Skript ausgeführt werden:
#/export/boot/Solaris_8/Tools/add_install_client -e 8:0:20:b1:1f:5e \
-i 192.168.33.3 -s instsrv:/export/install \
-c instsrv:/export/config -p instsrv:/export/config temp3 sun4u
|
Zugegeben, ein langer, nicht sehr überschaubarer Aufruf eines Skriptes. Deshalb hier eine (hoffentlich) überschaubarere Übersicht:
| Parameter | Bedeutung |
| /export/boot/add_install_client | Das dürfte noch leicht fallen, es ist nur Lokation und Aufruf des Skriptes. |
| -e 8:0:20:b1:1f:5e | gibt die MAC- oder Ethernet-Adresse des Clients an. |
| -i 192.168.33.3 | gibt die IP-Adresse des Clients an. |
| -s instsrv:/export/install | Gibt den Server und das Verzeichnis an, indem die Daten der Solaris 8 Distribution abgelegt sind. |
| -c instsrv:/export/config | Gibt den Server und das Verzeichnis an, indem die Konfigurations-Dateien gespeichert sind. |
| -p instsrv:/export/config | Gibt den Server und das Verzeichnis an, in dem die Datei sysidcfg abgespeichert werden soll. |
| temp3 | Hostname des neuen Clients |
| sun4u | Gibt die Architektur des zu installierenden Betriebssystems an. |
Mit diesem gigantischem Aufruf sind leider noch nicht alle Einstellungen gemacht. Folgende Datei muß erzeugt werden und mit sinnvollem Inhalt gefült werden:
/export/config/sysidcfg |
Nun muß noch eine class-Datei den Anforderungen entsprechend angepaßt werden. Hier habe ich die schon vorhanden Datei host_class in host_class_temp3 umbenannt und so geändert:
/export/config/host_class_temp3 |
| Schlüsselwort | Parameter | Bedeutung |
| install_type | initial_install | Gibt an, daß eine Komplettinstallation gemacht werden soll |
| upgrade | Gibt an, daß ein Upgrade gemacht werden soll | |
| system_type | standalone | Konfiguration für alleinstehenden Rechner |
| server | Konfiguration für einen Server | |
| dataless | Selten benötigte Einstellung | |
| partitioning | default | Partitionierung soll nach default-Werten vorgenommen werden |
| existing | Partitionierung soll beibehalten werden | |
| explicit | Partitonierung soll so vorgenommen werden, wie (nachstehend) angegeben | |
| filesys | device Größe [file-system] mountpoint | Hiermit wird angegeben, welche Partition was beinhaltet, default-file-system ist ufs |
| cluster | SUNWCreq | Core Software-Cluster wird installiert |
| SUNWCuser | User Software-Cluster wird installiert | |
| SUNWCprog | Developer Software-Cluster wird installiert | |
| SUNWCall | Entire Distribution Software-Cluster wird installiert | |
| SUNWCXall | Entire Distribution plus OEM Software-Cluster wird installiert | |
| usedisk | disk_name | Gibt an, welche Platte benutzt werden soll |
| dontuse | disk_name | Gibt an, welche Platte nicht benutzt werden soll |
Diese Tabelle ist absichtlich nicht vollständig. Für meinen Einstatz reicht dies vollkommen aus. Weitere Einstellungsmöglichkeiten führen wahrscheinlich eher zu Verwirrungen. Selbst in den Solaris 8 Systemadministration II - Unterlagen werden keine umfangreicheren Beispiele gegeben.
Als nächstes muß hier noch dieser Eintrag gemacht werden:
/export/config/rules |
Damit ist nun die Konfiguration abgeschlossen. Als nächstes werden diese Einstellungen überprüft.
|
Der zweite Test simuliert eine Installation. Hierzu folgendes eingeben:
|
|
|